Mittwoch, 30. Dezember 2009

Wie ich Twitter ab 2010 nutze @rainerz



Heute habe ich mich von vielen Twitter-Kontakten getrennt. Sechs Monate habe ich die Meldungen von rund 1.000 Menschen gelesen, von denen ich mir Spannendes, Neues, manchmal auch schlicht Alltägliches erhofft habe. Ab 2010 werde ich mich auf die Twitter-Nutzer konzentrieren, die nicht nur "senden" wollen. So gabs heute einen "Hausputz" zum Jahresende und nun bin ich mal gespannt, wie es 2010 weiter geht.

twitter.com/rainerz

Oma Lena und Onkel Luka

Aus Paul und Paula der 70er Jahre werden nun die "L-Verwandten". Wer kommt heute noch ohne mindestens ein L-Kind aus. - Ach ja, ich hatte früher immer 3 bis 5 Monikas in jeder meiner Schulklassen. Trotz Internet und "Globalisierung" bleiben Eltern wenig kreativ ;-)

Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg bei Hamburg hat sich die Mühe gemacht, die aktuellen Namenshits zusammen zustellen. Hier seine "Top Ten Liste" von 2009:

MÄDCHEN
1. Mia
2. Hannah/Hanna
3. Leoni/Leonie
4. Lena
5. Lea/Leah
6. Anna
7. Emma
8. Emily/Emilie
9. Marie
10. Lilli/Lilly/Lili

JUNGEN
1. Leon
2. Lucas/Lukas
3. Jonas
4. Luca/Luka
5. Paul
6. Felix
7. Maximilian
8. Finn/Fynn
9. Tim/Timm
10. Ben

Dienstag, 29. Dezember 2009

Billen vs. Billen – Ein politischer Condottieri scheitert

Mehr als die Hälfte seines Lebens war Michael Billen ein politischer Kämpfer als Heerführer der Nord-CDU in Rheinland-Pfalz. Mit seinen Truppen fest verbunden im Kampf gegen das Moderne, die Sozialdemokratie, die Landesregierung und oft gegen seine eigene Unionspartei. Jetzt stürzt Billen über Billen. Es ist ein spätantikes Drama als Twitter-Soap in der Südeifel.


Vorab: Ich habe Michael Billen schätzen gelernt. Und das war nicht immer so. Vor rund dreißig Jahren sind wir uns das erste Mal politisch begegnet. Er war damals Anfang 30 und absehbar der kommende Star der bäuerlich geprägten Eifel-Union. Er führte die Garde der dortigen Jungunionisten in ungezählten Scharmützel gegen die Alt-Union an. Das imponierte.


Politik war sein Kampfsport

Mitte der 80er Jahre standen wir beide uns gegenüber: er als Chef von mehreren hundert CDU-Youngstern und ich mit einem kleinen Häuflein junger Sozialdemokraten in "seiner" katholisch-schwarzen CDU-Hochburg. Hier waren in den 80er Jahren die Gewichte klar und ungleich verteilt: Junge CDU-Mitglieder blieben in der Region, gingen zur Sparkasse oder übernahmen den elterlichen Betrieb. Alle anderen suchten sich ihre Jobs in Luxemburg oder verließen die Eifel. Und Söhne machten sich auf den Weg, ihre Väter zu beerben.

Auch der Milchbauer Billen blieb. Und sein Aufstieg war vorhersehbar. Gemeinsam mit Christoph Böhr ließ Billen kein fremdes Gras wachsen und überrollte kraftvoll jeden Gegner, steckte streitbar einen politischen Acker Land neu ab.

Und ich schätze eine andere Seite an ihm: mit Michael Billen konnte man Verabredungen treffen – es waren immer Kontrakte auf Zeit. Er hielt sie ein. Über Parteigrenzen hinweg.
Das verschaffte Respekt.

Billen (geb. 1955) kämpfte sich Anfang der 90er Jahre zum einzig starken Christdemokraten im nördlichen Rheinland-Pfalz hoch. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann hatten weder Wirklichkeit noch Menschen ihre Chancen. Denn vor allem hat er um seine politische Macht, weiteren Einfluss und für seine Bauern-Klientel gerungen. Dabei stand er gegen eine Welt im Wandel.

Politik blieb Billens Kampfsport. Und ob dies die richtige Disziplin für eine demokratische Parlamentsarbeit sein kann, ob er jemals ein guter Parlamentarier werden sollte – das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.




Ein politischer Condottieri ohne Perspektiven
Mag sein, dass Billen sich als Minister in einer CDU-Landesregierung sah. Doch die Landes-Union zerlegte sich Ende der 80er Jahre selbst und Michael Billen wurde währenddessen stärker und stärker. Aber sein Kampf und seine Kraft hatten die Perspektiven verloren. Statt Minister in Mainz werden zu können, blieb ihm nur die Rolle eines dauerhaften Politrabauken aus Kaschenbach.


Dieses Dorf im Nimstal wurde mit ihm zur CDU-Kommandozentrale im nördlichen Rheinland-Pfalz. Hier blieb seine Unionswelt noch in Ordnung. Die Landes-CDU hatte sich zwar selbst stranguliert und für Jahrzehnte unregierbar intrigiert: im Nimstal wurden Schlachtpläne entworfen.

Ab den 90er Jahren war Billen ein wahrer CDU-Machtblock. Christoph Böhr musste das erfahren. Die Kunden der Eifel-Sparkasse haben es erfahren. Die Bürger am Bitburger Flughafen erlebten, dass gegen den erdachten „Michael-Billen-Airport“ keine Kraft groß genug ist.


Noch im Sommer 2009 zerrte Billen die CDU-Kanzlerin in Prüm auf eine Freiluftbühne vor tausende wütende Milchbauern. Mit einer solchen Show-Idee waren zuvor Unionsgranden wie Seehofer und Wulff bei Merkel abgetropft. Und Billen nahm in Kauf, dass sich Merkel öffentlich mit einem erkennbar glücklosen CDU-Landratskandidaten präsentieren musste. In der politischen Arena schützt man die eigenen Vorsitzenden und Kandidaten um jeden Preis. Doch Michael Billen war bereit, alles aufs Spiel zu setzen.



Die Geister der bösen Taten ruhen nicht

„Ich habe einen Fehler begangen, der meine gesamte Familie und vor allem meine Tochter sehr belastet. Das bedauere ich zutiefst.“ (Billen am 26.11.2009)

Am Ende von Dramen können heißblütige, vorwärts stürmende Kämpfer zu unbelehrbaren, despotischen Königen werden. In ihrem Sturz reißen sie ihre vorläufigen Reiche in den Abgrund und Familien stürzen mit hinab.


Anders als Michael Billen vor dreißig Jahren stehen sein politisch aktive Familie sie nun vor den Trümmern seiner Fehler. Seine Tochter steht im Mittelpunkt des Landauer Polizeidatenskandals. Michael Billen selbst hat dabei möglicherweise gegen Recht verstoßen.

Das Schlimmste für ihn mag sein: Er hat seine Familie auf das politische Schlachtfeld gezerrt.



Billen vs. Billen

Wird Michael Billen als böser Geist die rheinland-pfälzische CDU auch in den nächsten Skandal begleiten? Wird er seinen Wählern dann das Geheimnis offenbaren, mit welcher Drohung er den hasenfüßigen CDU-Fraktionschef Baldauf quält?

Michael Billens Reich ist 2009 an seinem Kommandoeinsatz zerbrochen und seine Gefolgsleute haben sich zersprengt. Jetzt bleibt ihm nur mehr der Kampf Billen vs. Billen: Vom Landtagsabgeordneten Billen wünsche ich mir dabei Aufklärung über die Polizeidaten und über die internen CDU-Drohungen.
Das Abgeordnetenmandat will er weiterhin ausüben. Am 6. Januar 2010 will er sich vor den Kollegen seiner CDU-Fraktion erklären. Eine Erklärung vor dem Landesparlament steht aus. Sein parlamentarisches Mandat bleibt jetzt eine letzte Chance.

Ohne Michael Billen wäre die rheinland-pfälzische Landespolitik blasser.


(Fotonachweis: Homepage www.michael-billen.de (2); RZ (1))

Sonntag, 27. Dezember 2009

Zwischen den Jahren

2009 war mein Jahr der digitalen Entdeckungen: Blogs, Netzwerke, Verbindungen zwischen mobilen und Festnetzgeräten waren neu. Das Ganze im Echtzeit-Test im Wahlkampf mit Jutta Steinruck, Norbert Neuser und Miquel Vicente. Unser Wahlergebnis mag es nur wenig verändert haben (positiv wie negativ, so hoffe ich). Aber mit dem Elan von Jutta haben wir einfach alles mal ausprobiert, was in einem kleinen Wahlkampf über 6 bis 8 Wochen möglich schien und außer viel Zeit auch nichts weiter kosten sollte.

Noch immer sind mir die digitalen Netzwerke eher suspekt und Blogs als abendliche Zeitung für unsichtbare Leserinnen und Leser verlangen mehr Disziplin, als ich oft aufbringen kann.

Dennoch: auch 2010 werde ich hier und in unserem Büro- und Arbeitsblog weiter testen. Und freue mich über jede Kritik, die das Ergebnis verbessern hilft.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Seminarreihe: " Web 2.0-Impulse für Journalistinnen und Journalisten" der FES

Die JournalistenAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet ab Februar 2010 erstmals die Seminarreihe: "Webinar: Web 2.0-Impulse für Journalistinnen und Journalisten"

Seminarbeschreibung:
Mit einem Live-Online-Seminar beschreitet die Journalistenakademie der Friedrich-Ebert-Stiftung neue Wege. Über die Online-Konferenz- Software Adobe Connect werden die Teilnehmenden über Audio und ggf. Video interaktiv miteinander verbunden. In vier jeweils ca. 90-minütigen Einheiten werden folgende Themen hinsichtlich ihrer journalistischen Relevanz präsentiert und diskutiert:

- Twitter
- Weblogs
- Social Networks (Facebook)
- RSS

Kompetenzgewinn:
- Sie lernen neue Internetanwendungen in einem kohärenten Format kennen.
- Sie bekommen Information zur Relevanz des Web 2.0 im Journalismus.
- Sie entwickeln Ideen für die Integration von Social Media in die eigene Arbeit beziehungsweise das eigene Medium.

Termine:
22. Februar 2010, 18.30 Uhr
01. März 2010, 18.30 Uhr
08. März 2010, 18.30 Uhr
15. März 2010, 18.30 Uhr

Moderation: David Röthler, politik.netzkompetenz.at
Co-Moderation: Daniela Kraus, http://www.medienhaus-wien.at/

Teilnahmebeitrag: 50,00 €

Den genauen Programmablauf können Sie sich der FES-Homepage als pdf-Datei herunterladen: www.fes.de/oas/portal/pls/portal/showvera.suche?Veranummer=135696

Seminarorganisation:
Indira Kroemer
Tel: 0228 883-7112
E-Mail: indira.kroemer@fes.de

Freitag, 4. Dezember 2009

2 Ausstellungen am Sonntag in Ehrenbreitstein

Freie Malerei gibt es am kommenden Sonntagvormittag in der Kunstresidenz Ehrenbreitstein.
Anne Geisler lädt zu ihrer Ausstellung "Farbige Freiheit(en)" ins CoennenPalais in der Hofstraße in Ehrenbreitstein ein.
Freie Malerei, wilde Farbe, große Formate und ungewöhnliche Themen in den Bildern bilden einen Kontrast zu dem barocken, ehrwürdigen Gebäude in der ehemaligen Residenzstadt.

Eröffnet wird die Ausstellung von Anne Geilser - Mitglied in der Künstlergruppe E`- am Sonntag um 11 Uhr im CoennenPalais.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Joachim Kneis führe ich, Anja Bogott, in die Ausstellung ein. Musikalisch in die Ausstellung begleitet werden Sie durch Ludwig Stahnecker am Piano.

Die zweite Ausstellung öffnet am Nachmittag in Koblenz im Haus Metternich ihre Türen.
Die Aktionsgruppe Rheinlandpfälzer Künstler gibt ihrer Ausstellung den Titel "weiße Nebel wunderbar…".
Für eine abwechslungsreiche Ausstellung mit Fotografie, Malerei, Installationen, Grafiken und Keramiken sorgen:
Jürgen Lechner, Isa Steinhäuser, Sabine Hack, Aloys Rump, Eva Maria Enders, Jan Schröder Christiane Schauder, Manfred Schling und ich - Anja Bogott.

Eröffnet wird diese Ausstellung Sonntag um 15 Uhr im Haus Metternich am Münzplatz.
In die Ausstellung einführen wird Christiane Klaus. Musikalisch unterstützt werden wir durch die Gruppe x-draem mit Haro Holzer, Herbert Laubach und Theo Enders.

Einem ARTvendsonntag steht nichts mehr im Wege.

Samstag, 21. November 2009

Bauhaus-Che

Koblenz. Wem muß das peinlicher sein? Dem gescheiterten Revolutionär oder dem deutschen Baumarkt? "Che" als Billigdruck aus womöglich chinesischem Sweatshop?
(gesendet ueber blackberry)